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Faserpflanzen

Pflanzenfarben

Geschichte des Färbens
Indigo Blau
Indigoextraktion
Indigopflanzen
Indigofärben
Gelbfärben
Gelblieferanten
Rotfärben
rote Wurzeln
rote Insekten
Grünfärben
börkenbraun
Schwarzfärben
Soda & Seife
Alaun, Eisen, Dung

Sources - Quellen
Die Familie der Rubiaceae (Rötegewächse) beinhaltet eine Reihe von Färberpflanzen, welche natürlich Rot färben.


Die Wurzeln von Bäumen der Gattung Morinda aus SO-Asien, vieler Arten von Relbunium aus der Neuen Welt und Krapp-Pflanzen (Rubia sp.) enthalten Alizarin, Rubin und weitere Farbstoffe.

Rubia peregrina L.
Rubiaceae
Guarance sauvage

Der wilde Krapp ist eine immergrüne Pflanze aus dem Mittelmeerraum. Er wächst als dichter Bodendecker in lichten Wäldern. Die Wurzelrinde liefert ein Orange-Rot. Mit dieser Art Krapp wurde in Südeuropa vor der Zeit Roms gefärbt. Vom Mittelalter bis in das letzte Jahrhundert in Frankreich und Italien nutzten ihn Färber als Ersatz für die echte Färberröte, Rubia tinctoria.

Rubia peregrina

Rubia tinctoria L.
Rubiaceae
Krapp, Madder

Färberkrapp kommt wild von Italien bis Zentralasien vor. Sein erfolgreicher Anbau setzt eine bestimmte Bodenkomposition voraus, nämlich reich an Kalzium und am besten in Meeresnähe. Hauptanbaugebiete für Krapp sind die Türkei, Iran, Pakistan und Südfrankreich. Geerntet werden 3 bis 5 Jahre alte Pflanzen. In der inneren Wurzelhaut kommt Alizarin und Rubin vor, welche strahlend rote Farbstoffe sind. Krapprot wurde viel in traditioneller türkischer und persischer Wollteppichkunst eingesetzt.

Rubia tinctoria


Rubia cordifolia L.
Rubiaceae
Indischer Krapp

Munjistha ist der Name dieses asiatischen Krapps, der seine natürliche Verbreitung von der Mongolei bis SO-Asien und dem tropischen Ost-Afrika hat. Er wurde im alten China und in der Stoffdruckerei Indiens mit Holzblöcken auf Baumwolle eingesetzt. Einheimische Färber unterscheiden zwischen dem indischen Krapp und einer feineren Unterart aus Sikkim. Sein Rot ist berühmt als eines der strahlensten unter den Krapppflanzen. Der Farbstoff ist polychromatisch, das heisst mit verschiedenen Mineralien als Beizmittel gibt er Farben von rosa und orange bis zu violett.

Rubia cordifolia