botanicolor

die ethnobotanik
der farben und fasern

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Faserpflanzen

Pflanzenfarben

Geschichte des Färbens
Indigo Blau
Indigoextraktion
Indigopflanzen
Indigofärben
Gelbfärben
Gelblieferanten
Rotfärben
rote Wurzeln
rote Insekten
Grünfärben
börkenbraun
Schwarzfärben
Soda & Seife
Alaun, Eisen, Dung

Sources - Quellen
Der Färbeprozess für Rot auf pflanzlichen Fasern ist sehr komplex, aber bringt einige der haltbarsten Farben überhaupt.


Mit Rotfarben verbunden ist der Gebrauch von mineralischen Fixiermitteln, der Einsatz organischer Säuren und Pflanzenaschen zur Betonung der Farbe und oft Fermentation für die Extraktion der Farbstoffe.

In Indien wurden ein Prozess entwickelt, die sogennante Animalisierung von Baumwolle, wobei die Faser so verändert wird, dass sie ähnliche Färbeeigenschaften wie Wolle und Seide aufweist. Garne oder Tuche werden abwechselnd mit alkalischen Lösungen, mit ranzigem Öl, Gerbsäuren und Dung behandelt. Dazwischen werden sie der Luft, Sonne und Morgentau ausgesetzt. Dabei erfolgt eine Verbindung der Baumwollfaser mit bestimmten Fettsäuren und Tanninen. Dies erhöht die Aufnahme von Beizmittel und Farbstoff um ein Vielfaches. Der Prozess kann bis zu 4 Monate dauern und bringt ein leuchtendes Rot. Die im Anschluss folgende Krapp-Färbung ist bekannt als "Türkisch Rot", da sie seit dem 16. Jahrhundert viel in diesem Land praktiziert wurde.