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Sources - Quellen
Indigopflanzen
Indigofera arrecta

Indigofera arrecta Hochst.
Fabaceae
Java Indigo

Ursprünglich aus Ost- und Südafrika stammend, wurde diese Pflanze durch die Verbreitung der Indigoproduktion in europäische Kolonien nach Indonesien gebracht. Im 19. Jahrhundert war sie dort als 'Indigo du Natal' bekannt und wurde später in Indien unter dem Namen 'Java Indigo' angebaut. Wildwachsender und teilweise kultivierter Indigo dieser Art wird noch heute in Guinea und Mali (Westafrika) zum Färben handgewebter Baumwolle verwendet. Im Gegensatz zur einheimischen Indigofera tinctoria enthält Indigofera arrecta eine höhere Menge an blauem Pigment. Sie wurde zu der wirtschaftlich wichtigsten Art in Indien und lieferte den Hauptanteil des Indigoexports aus diesem Land. Heute wird sie nur noch in geringen Mengen als Färberpflanze angebaut, häufiger als Deckpflanze in Plantagen von Kaffee (Coffea sp.), Tee (Camelia sinensis) und Kautschuk (Hevea brasiliensis).

Indigofera suffruticosa Mill.
Fabaceae
Mayo Indigo

Aus der Sonora-Wüste Mexikos kommt der Samen dieses Strauchs zu uns, von 'Native Seeds SEARCH', eine Organization aus Tucson, Arizona, die das Erbgut traditioneller Feldfrüchte mexikanischer und amerikanischer Stämme bewahrt. Diese Indigopflanze wurde tausende von Jahren vor der Invasion der Europäer zum Blaufärben benutzt und ist von Westmexiko über ganz tropisch Amerika verbreitet. Im 18. und 19. Jahrhundert fand der Mayo Indigo auch wirtschaftlichen Einsatz in der Indigoproduktion Chinas, Afrikas und Nordamerikas. Der Strauch wächst an Bewässerungskanälen und auf Sandbänken im Mayo-Fluss in Mexiko, wo er heute noch von Stammesangehörigen der Mayo für taditionelles Indigofärben gesammelt wird. Obwohl der kommerzielle Anbau von Indigo in Amerika fast total verschwunden ist, werden Bemühungen angestrebt, diese Industrie in Mexiko und Guatemala wieder aufleben zu lassen.

Indigofera suffruticosa

Indigofera tinctoria L.
Fabaceae
Indigostrauch

Dieser tropische Strauch war von allen Indigolieferanten die am meisten genutzte Art. Sie enthält nicht unbedingt mehr oder bessere Qualität von Indigofarbe, aber die Kultur der Pflanze ist recht einfach. Sie wurde vor über 5000 Jahren aus Inden mit den Färbetechniken nach Südostasien, durch die arabischen Ländern bis nach Afrika verbreitet. Der Indigostrauch kann unter tropischen Bedingungen bis zu 2 Meter wachsen, wird aber 2 bis 3 Mal während der Sommersaison 20cm über dem Boden abgeerntet. Alle Indigofera-Arten sind als Leguminosen stickstoffixierende Pflanzen und so werden sie oft auch als Gründünger und bodenverbessernde Zwischenkultur gebraucht.

Persicaria tinctoria

Persicaria tinctoria Spach
Polygonaceae
China Indigo, Färberknöterich

Die im subtropischen China einheimische Pflanze namens 'liao-lan' findet man auch in Vietnam, Korea und Japan. Eigentlich zweijährig wird sie in kühlerem Klima einjährig angebaut. Sie ist in der Produktion dem Färberwaid (Isatis tinctoria) sehr ähnlich, ergibt jedoch viel mehr Blau pro vergleichbare Pflanzenmenge. Früher bekannt als Polygonum tinctorum wird diese Pflanze immer noch für die traditionelle Färberei Chinas und Japans bewirtschaftet. Im Gegensatz zu dem tropischen Indigo und dem Färberwaid, ist sie für das Anlegen des Färbebads mit frischem Pflanzenmaterial geeignet.

Isatis sp.

Isatis tinctoria L.
Brassicaceae
Färberwaid, Woad

Färberwaid ist eine zweijärige Pflanze, von der nur die Blätter im ersten Jahr für das Blaufärben benutzt werden. Der Farbstoffgehalt ist sehr gering und benötigt einen komplizierten Vorbereitungsprozess. Diese seit dem Neolithikum in Europa und dem Nahen Osten benutzten Färberpflanzen wurden rasch mit der Einführung des tropischen Indigos verdrängt. In den letzen Jahren wurde in Europa Bakterien entdeckt, welche den Blauextraktionsprozess ermöglichen und den kommerziellen Anbau des Färberwaids wieder ins Leben ruft. Für die Produktion umweltfreundlicher Druckfarbe und Holzlazur ist deiser Erfolg der Forschung eine positive Entwicklung.