Eine der wertvollsten Fasern im Pflanzenreich wird aus der Ramiepflanze gewonnen. Ihr Gebrauch war in China vor über 4500 Jahren in der Textilmanufaktur weit verbreitet. Ramie enthält die längsten pflanzlichen Fasern (12-25cm). Diese sind in bis zu zwei Meter langen Faserbündeln zusammengefasst und sind schwer aus den Stengeln zu gewinnen. Das Pektin, was die Faserzellen zusammenklebt, muss mit Soda ausgekocht werden und danach ist eine mechanische Aufbereitung nötig. Durch diesen speziellen Röstprozess geht bis zur Hälfte des Endprodukts verloren.
Ramiefasern sind gegenüber Wasser sehr resistent und liefern ausserordentlich dauerhafte, glänzende Stoffe. Mit ihrer extrem hohen Reissfestigkeit (8mal stärker als Baumwolle) werden sie oft zu Spezialgeweben wie Feuerwehrschläuche und Fallschirmmaterial verarbeitet.
Ramiepflanzen |
Boehmeria nivea Gaudich.
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