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Pflanzenfarben

Faserpflanzen

Pflanzenfasern
Fasergewinnung
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Baumwollpflanzen
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Ramie
Piña & Abaca



Sources - Quellen
Ramie


Eine der wertvollsten Fasern im Pflanzenreich wird aus der Ramiepflanze gewonnen. Ihr Gebrauch war in China vor über 4500 Jahren in der Textilmanufaktur weit verbreitet. Ramie enthält die längsten pflanzlichen Fasern (12-25cm). Diese sind in bis zu zwei Meter langen Faserbündeln zusammengefasst und sind schwer aus den Stengeln zu gewinnen. Das Pektin, was die Faserzellen zusammenklebt, muss mit Soda ausgekocht werden und danach ist eine mechanische Aufbereitung nötig. Durch diesen speziellen Röstprozess geht bis zur Hälfte des Endprodukts verloren.



Ramiefasern sind gegenüber Wasser sehr resistent und liefern ausserordentlich dauerhafte, glänzende Stoffe. Mit ihrer extrem hohen Reissfestigkeit (8mal stärker als Baumwolle) werden sie oft zu Spezialgeweben wie Feuerwehrschläuche und Fallschirmmaterial verarbeitet.



Ramiepflanzen

Boehmeria nivea Gaudich.
Urticaceae
Ramie, Chinesische Nessel

Die natürliche Verbreitung der 2m hohen Staude reicht vom subtropischen China bis zu den Vorgebirgen von Yunnan. Ramieanbau erfolgt auch in Japan, SO-Asien und Brasilien. Warmes Klima mit viel Niederschlägen erlaubt eine Ernte von 2 bis 6 Mal pro Jahr. Die robusten, glänzenden Ramiefasern werden aus den Stengel gewonnen.