Die Gewinnung von Bastfasern, welche man in den Stengeln von Leinen, Hanf, Ramie, Nessel und vielen anderen Faserpflanzen findet, erfolgt durch Rösten. Die Fasersträge sind durch Pektine mit dem Holzteil und der äusseren Rinde des Stengels zusammengeklebt. Während der Röste läst die Aktivität von Schimmel- und Fadenpilzen, sowie von Bakterien das Pektin auf. Danach lassen sich die Fasern durch mechanische oder chemische Verfahren freilegen.
Tauröste erfolgt direkt auf dem Feld. Die Stengel werden in Bündeln aufgestellt und den Elementen erlassen. Je nach Temperatur und Witterung dauert der Prozess einige Wochen.
Die Wasserröste wird in grösseren Becken unternommen. Hierbei erfolgt der Abbau des Pflanzenleims (Pektin) schneller. Früher in Europa, und noch heute in tropischen Ländern, erfolgt die Wasserröste in offenen Gewssern, was leider zu grosser Wasserverschmutzung führt.