botanicolor

die ethnobotanik
der farben und fasern

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Faserpflanzen

Pflanzenfarben

Geschichte des Färbens
Indigo Blau
Indigoextraktion
Indigopflanzen
Indigofärben
Gelbfärben
Gelblieferanten
Rotfärben
rote Wurzeln
rote Insekten
Grünfärben
börkenbraun
Schwarzfärben
Soda & Seife
Alaun, Eisen, Dung

Sources - Quellen
Drei der wichtigsten Elemente für das Färben sind Alaun, Eisen und Dung.


Eisen ist eine wichtige Komponente der Naturfarben. Eisensalze (Eisensulfat, -oxid, -acetat) wurden seit prähistorischer Zeit zum Fixieren dunkler Farben, zur Beeinflussung der Töne polychromatischer Farben, für Blockdruck und zur Färbung mit Indigo genutzt.
Nankin ist ein altägyptisches Eisenpräparat (Eisenacetat), das durch den monatelangen Prozess der Zersetztung von Eisenstücken in Essig entsteht. Es ist ein sehr starker Farbstoff, welcher Gold- und Rosttöne liefert, seit dem Altertum vielfach zur Färbung von Segeltüchern im mediterranen Raum eingesetzt.

Nankinpräparat

Alaun, Kaliumaluminiumsulfat, ist das Grundbeizmittel für strahlende Farben mit Pflanzenfarben. In der Natur kommt das Mineralsalz in einer rohen Form vor, oft nahe der Erdoberfläche. Alaun wurde von vielen frühen Zivilisationen gefördert. Nicht nur in der Färberei, sondern auch in der Medizin (als Adstringens und Antiseptikum) und in der Landwirtschaft (zur Bodenverbesserung) wird das Salz geschätzt.



Dung von Schafen und Kühen enthält Kalzium- und Natriumphosphate. Der getrocknete Kot muss gesammelt werden, bevor es darauf regnet. Der Alaunbeize folgt eine Behandlung mit Dunglösungen als Fixiermittel, welche die chemische Bindung zwischen Alaun und Faser abschliesst und entfernt alle ungebundenen Mineralien vor der Färbung.

Schafdung
die Sammlung von Kuhfladen