Einige der Naturfarben sind, wenn sie richtig hergestellt werden, so licht- und waschecht wie die besten modernen synthetischen Farbstoffe,insbesondere braune Farben und Tannine (Gerbsäure).
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Viele Bäume, aber auch krautige Pflanzen, liefern Stoffe, die eine bedeutende Rolle bei der Behandlung von Leder spielen (Gerben). Beim Stoffärben bilden Gerbsäuren eine Brücke zwischen anorganischem Beizmittel und organischer Faser. Sie sind ein fundamentales Element für das Beizen von Baumwolle. |
sichtbare Farbstoffe in Eichenrinde |
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Catechu ist ein Harz, dass aus dem Holz verschiedener Akazien (Acacia catechu, A. sunda) gewonnen wird. Es enthält rotbraune Farbstoffe und bis zu 40% Gerbsäure. In Indien war der Gebrauch von Catechu für den Blockdruck auf Baumwolle weit verbreitet. Die Farbe wurde auch in Java, Singapore und Peru hergestellt. |
Acacia catechu |
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Nussbäume (Juglans regia, J. nigra, J. cinerea) enthalten in allen Teilen braune Farbstoffe. Aus der grünen Nusschale wird ein farbloser Farbstoff, Juglon, extrahiert. Diese Farbe oxidiert zu braun und kann auf allen Naturfasern sehr permanent sein. |
getrocknete Walnussschale |
Eichen (Quercus robur, Q. cerris u.a.) sind besonders wertvoll unter den Farbstofflieferanten. Gerbsäuren werden aus der Rinde und aus 'Galläpfeln' gewonnen. Die auch als Eichäpfel bezeichneten Kugeln sind Auswüchse aus verschiedenen Teilen des Baumes, welche durch Gallwespen (Cynipideae) verursacht werden. Die Asche von Eichenholz ist auch für die Produktion von Aschenlauge geeignet.
Allepo-Gallen aus Anatolia |
Quercus robur L., Quercus sp.
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Gallwespe, Biorhizza pallida
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